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Tolle Aktionen rund um den Fluss

Seit 20 Jahren besteht der Zweckverband Illrenaturierung, und er hat bis jetzt Beachtliches geleistet. Jetzt wird der Bevölkerung eine Broschüre vorgestellt, die die Ergebnisse präsentiert. Von SZ-Mitarbeiterin Carolin Grell

Illingen. „Tu Gutes und rede darüber, dies ist uns hier gelungen“,erkläre Marpingens Bürgermeister Werner Laub am Donnerstagnachmittag im Illinger Rathaus. Dort waren die beteiligen Bürgermeister unter Vorsitz des Verbandsvorstehers Armin König, Bürgermeister von Illingen, zusammengekommen,um gemeinsam den druckfrischen „Abschlussbericht des Gewässerrandstreifenprogramm Ill“ zu präsentieren. Und eines steht wohl gleich beim ersten Blick auf das bunte, 22 Seiten starke Heft außer Frage: Diese Broschüre, veröffentlichst vom Zweckverband Illrenaturierung, bietet einen umfassenden Einblick in das Großprojekt Umweltschutz und ist zudem überaus sehenswert und gelungen. „Entgegen unserem gut 100 Seiten starken Abschlussbericht präsentiert sich diese Broschüre der Öffentlichkeit fast wie ein Urlaubskatalog“, sagte Laub weiter. Sehr stolz auf das „Experiment, auf das wir uns vor 20 Jahren einließen“, zeigte sich Eppelborns Bürgermeister Fritz-Hermann Lutz, zugleich Gründungsvorsitzender des Verbandes. „Dass wir so einen tollen Erfolg mit unserem Projekt haben würden, konnte damals niemand voraussehen. Schließlich war es sehr gewagt, in einem bebauten Gebiet ein derart großes Naturschutzprojekt zu starten. Insbesondere die Reaktionen der Bevölkerung waren erst einmal völlig unklar“, ergänzte Armin König. Er ist der aktuelle Verbandsvorsteher, wird aber nach zwei Jahren von Werner Laub abgelöst. Denn, so betonte König, gerade durch das rotierende System, durch das alle zwei Jahre der Vorsitz wechselt, habe man ganz bewusst gemeinsam und interkommunal eine einmalige Erfolgsgeschichte geschrieben. Insbesondere das Einbeziehen der Kinder lag den Machern des Großprojektes durch die Gemeinden Illingen, Eppelborn, Merchweiler und Marpingen am Herzen. „Die ersten Kinder haben vor 20 Jahren beim Start der Illrenaturierung bereits von unseren Ideen erfahren. Gerade diese Kinder garantieren uns die Nachhaltigkeit des Projektes“, sagte König. Er erinnerte auch an die vielen tollen Aktionen, die in den zwei Jahrzehnten rund um die Flussufer immer wieder Menschen begeistert haben, wie etwa die Ansiedlung der Biber. „Die Bilder in der Broschüre zeigen traumhaft schöne Landschaften, ganz naturnah, und sind ein Beweis dafür, dass wir uns nicht nur um ein Stückchen Ill gekümmert haben, sondern dass es sich hier um ein Projekt mit ökologischer Leitfunktion im Saarland handelt“, so König weiter. Neben der Ökologie sei auch die ökonomische Seite nicht zu vernachlässigen. Die Broschüre beschäftigt sich auch damit.

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